Aktien für Anfänger: Was ist eine Aktie?

Der erste Schritt auf dem nicht ganz kurzen Weg zum erfolgreichen Aktienanleger? Ihr müsst verstehen, was eine Aktie überhaupt ist. Wem dies nicht klar ist, der sollte die nachfolgenden Abschnitte aufmerksam lesen und auch das unten angefügte Video dazu anschauen.

Die Aktie stellt einen Anteil an einer Aktiengesellschaft dar, der bestimmte Mitgliedschaftsrechte verbrieft. Eine Aktiengesellschaft gibt Aktien heraus (sie emittiert Aktien), um sich Eigenkapital zu beschaffen. Aus Sicht des Unternehmens stellt die Aktie somit eine Finanzierungsmöglichkeit dar. Vereinfacht ausgedrückt lassen sich die externen Finanzierungsquellen eines Unternehmens in die Bereiche Fremd- und Eigenkapital aufteilen.

Fremdkapital, z.B. in Form von Bankkrediten, ist in Deutschland die wichtigste Finanzierungsform für Unternehmen. Dieses kann, entsprechende Bonität und ein solides, ertragsstarkes und zukunftfähiges Geschäftsmodell vorausgesetzt, von Unternehmen verschiedenster Rechtsformen (GmbH, AG, OHG, GmbH & Co. KG, Einzelunternehmen etc.) bei Banken beschafft werden, um z.B. neue Investitionen zu finanzieren. Im Gegenzug müssen die vertraglich vereinbarten Zins- und Tilgungsleistungen zu festen Zeitpunkten eingehalten werden.

Aktien hingegen dürfen nur von Aktiengesellschaften (AG) emittiert werden. Dazu wird das sogenannte Grundkapital in viele einzelne Aktien aufgeteilt. Angenommen, A und B gründen eine AG und zahlen jeweils 25.000 € als Grundkapital ein (die Mindestsumme beträgt für eine AG 50.000 €). A und B gehören somit jeweils 50% des von Ihnen gegründeten Unternehmens. Sowohl A als auch B besitzen jeweils 25.000 Aktien mit einem Nennbetrag von einem Euro. Die 50.000 € dienen dazu, Büromaterial, PCs, Maschinen usw. zu kaufen, um den Geschäftsbetrieb aufnehmen zu können. WICHTIG: Die Aktien einer Aktiengesellschaft müssen, wie im Beispiel geschildert, nicht an einer Börse gehandelt werden.

Das Unternehmen läuft gut und nach einigen Jahren benötigt das Unternehmen 500.000 € für eine große Investition, um weiter wachsen zu können. A und B entschließen sich, einen Teil ihrer Aktien über die Börse zu verkaufen, mit dem Ziel dabei die 500.000 € einzunehmen. Insgesamt sollen 25.000 Aktien emittiert werden, so dass A und B jeweils noch 12.500 Aktien und somit einen Anteil von jeweils 25% am Unternehmen besitzen. Um Einnahmen von 500.000 Euro zu erzielen, muss der Ausgabekurs der Aktien bei 20 € liegen (20 € x 25.000 Aktien = 500.000 €)

Da die weiteren Zukunftsaussichten des Unternehmens gut sind, finden sich viele Investoren die bereit sind, die 20 € je Aktie zu zahlen. Man spricht hierbei von der Erstemission. Nur bei dieser liegt tatsächlich ein Finanzierungseffekt für das Unternehmen vor. Der normale, klassische Börsenhandel (auch als Sekundärmarkt bezeichnet) führt hingegen nicht zu einem Finanzierungseffekt für das Unternehmen, da hier die Aktien nur zwischen verschiedenen Aktionären gehandelt werden. Wenn ihr also beispielsweise BMW- oder Daimler-Aktien kauft, dann fließt dieses Geld NICHT dem Unternehmen zu, sondern dem Verkäufer der Aktie!

Eigenkapital weist gegenüber Fremdkapital einige Unterschiede auf. Der wichtigste ist wohl, dass es der Aktiengesellschaft langfristig zur Verfügung steht. Im Gegensatz dazu muss Fremdkapital nach einem festen Plan getilgt werden. Auch die Höhe und Termine der  Zinszahlungen stehen bereits bei Vertragsabschluss fest. Der Aktionär hingegen hat zwar auch ein Recht auf einen Anteil am Bilanzgewinn, jedoch sind Gewinne nicht sicher und es obliegt dem Management, ob und in welcher Höhe dieser in Form von Dividenden tatsächlich ausbezahlt wird.

Mit der Aktie sind einige weitere Rechte verbunden wie z.B.

– die Teilnahme an der Hauptversammlung,
– Stimmrecht in der Hauptversammlung,
– Rederecht auf der Hauptversammlung,
– Bezug junger Aktien (Bezugsrecht) bei Kapitalerhöhungen,
– usw.

Erfahre weitere wichtige Details (ab 1:53) und insbesondere den Grundgedanken meiner Anlagestrategie (ab 6:36) im nachfolgenden Video:

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