Aktien Depot Vergleich: OnVista vs. Comdirect Depot

In diesem Beitrag geht es um einen Depotvergleich der beiden Online-Broker Comdirect und Onvista Bank mit Stand Oktober 2017. Und zwar werden hier das 5 € Festpreis-Depot der Onvista Bank sowie das Standard Depot der Comdirect Bank näher unter die Lupe genommen. Neben den Standardkonditionen erhälst Du auch Informationen zu speziellen Neukundenangeboten sowie den Kosten für den Kauf von ETF-Sparplänen. Außerdem enthält dieser Beitrag ein Fazit mit einer klaren Depot Empfehlung je nach Anlageziel und -strategie.

Standardkonditionen

Depotführung

Die Depotführung ist bei beiden Anbietern grundsätzlich kostenlos. Es fallen damit keine Gebühren an, wenn ihr nicht handelt.
Bei der Comdirect gibt es eine kleine Einschränkung. Hier besteht nur eine „Kostenlos-Garantie“ für 3 Jahre, danach muss eine der folgenden (relativ leicht einzuhaltenden) Bedingungen erfüllt sein, damit die Depotführung weiterhin kostenlos ist:
– aktive Girokontonutzung
– mindestens 2 Trades pro Quartal
– Regelmäßige Einzahlung Wertpapiersparplan

Ansonsten fallen 1,95 € Grundgebühr pro Monat an.

Orderentgelte für den Kauf bzw. Verkauf von Einzelaktien oder ETFs

Bei den Orderentgelten gibt es bereits große Unterschiede. Beim Festpreis-Depot der Onvista-Bank fällt kein volumenabhängiges Orderentgelt an. Pro Trade (Deutschland) zahlt ihr bei OnVista 5,00 EUR. Bei der Comdirect Bank gibt es hingegen einen Grundpreis von 4,90 EUR pro Order und zusätzlich eine Provision vom Ordervolumen in Höhe von 0,25%. Darüberhinaus zahlt ihr bei der Comdirect immer mindestens 9,90 € pro Trade.

Beispiel 1: Ihr kauft Aktien im Wert von 1.000 EUR. Bei der Onvista Bank fallen 5 EUR an, bei der Comdirect 9,90 EUR, obwohl die Summe der Provision von 2,50 EUR und des Grundpreises von 4,90 EUR darunter liegt.

Beispiel 2: Ihr kauft Aktien im Wert von 5.000 EUR. Bei der Onvista fallen wieder nur 5 EUR an, bei der Comdirect der Grundpreis plus die Orderprovision (5.000 X 0,25% = 12,50 EUR), was in Summe Kosten von 17,40 EUR bei der Comdirect verursacht.

Zusätzlich fällt bei beiden Banken noch die sog. Handelsplatzgebühr an. Diese beträgt bei OnVista pauschal 1,50 EUR, unabhängig davon, ob ihr z.B. über Xetra oder den Direkthandel kauft. Bei der Comdirect ist diese abhängig vom Handelsplatz – beim Kauf über Tradegate fällt z.B. keine Gebühr an, beim Kauf über Xetra fällt zusätzlich eine Gebühr von ebenfalls von 1,50 EUR an.

Für den Kauf von ETFs gelten die gleichen, o.g. Gebühren. Die Kosten für ETF-Sparpläne schauen wir uns jetzt genauer an:

Detailinformationen zu ETF-Sparplänen

Bei der Comdirect zahlt man 1,5% der jeweiligen Sparrate. Ingesamt stehen über 200 ETF-Sparpläne zur Auswahl. Von diesen fallen bei rd. 80 ETFs jedoch keine Gebühren an! Dabei handelt es sich allerdings um eine Marketing-Aktion der beiden ETF-Anbieter comstage und iShares, die Vergünstigung für die iShares-ETFs läuft bereits Ende 2016 aus.

Bei der Onvista Bank fallen tatsächlich bei keinem angebotenen Sparplan Gebühren an! Dafür gibt es allerdings ggb. der Comdirect Bank eine deutlich geringere Auswahl (rd. 90 ETFs).

Die Mindestsparrate beträgt bei der Onvista Bank 50,00 EUR, bei der Comdirect geht es schon mit 25,00 EUR.

Sonderkonditionen für Neukunden

Bei der Comdirect handeln Neukunden innerhalb der ersten 12 Monate für 3,90 EUR. Außerdem gibt es eine Aktivitätsprämie von 50 €, wenn man innerhalb von 3 Monaten nach Depoteröffnung Fonds im Wert von mind. 5.000 € gekauft oder auf das Comdirect Depot übertragen hat.

Zusammenfassung und Fazit:

  • Onvista mit einem volumenunabhänigem Kostenmodell (5 EUR Festpreis), Comdirect mit volumenabhängigem Modell (Grundpreis 4,90 EUR + 0,25% Provision vom Ordervolumen, Deckel bei 59,90 EUR pro Trade)
  • Comdirect mit der größeren ETF-Sparplanauswahl inkl. rd. 80 kostenlosen ETF-Sparplänen

Onvista oder Comdirect? Wer vorwiegend eine große Sparplanauswahl mit vielen kostenlosen ETF-Sparplänen sucht, der fährt mit der Comdirect besser als mit der Onvista Bank. Möchtest Du überwiegend Einzelaktien oder größere ETF-Volumen handeln, solltest Du auf das volumenunabhängige Onvista Depot zurückgreifen. Wer beides will, kann natürlich auch zwei Depots eröffnen, da diese ja keine Grundgebühren verursachen.

Hier geht es direkt zur kostenlosen Depoteröffnung:

Kostenloses Onvista Depot eröffnen

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